Große Schritte für „neues“ Waldseebad
Gemeinderat vergibt die Architektenleistungen
Hochwasserschutz: Planung gestern Abend vorgestellt
Von BNN Thomas Dorscheid
Gaggenau. Von „zwei großen Schritten zur Umsetzung des ganzen Vorhabens“ sprach gestern Abend in der Sitzung des Gemeinderats Dorothea Maisch (CDU). Das „ganze Vorhaben“ ist der notwendige Umbau des Waldseebades; die beiden Schritte bestehen in der einstimmigen Kenntnisnahme der geänderten Planung zum notwendigen Hochwasserschutz sowie in der Vergabe der Architekten- und Ingenieurleistungen für den Badumbau (hier: eine Enthaltung).
Für diese Planungsleistungen insgesamt kalkuliert die Stadt mit rund 1,5 Millionen Euro; der Naturbadteil (und die Planungsoberaufsicht) wurde an das Büro Hardy Gutmann (Höchenschwand) vergeben, mit der Planung des technischen Bades ist die Pforzheimer IGP Ingenieurgesellschaft für Technische Ausrüstung beauftragt worden.
Für die FWG erneuerte ihr Sprecher Ferdinand Hurrle deren Grundsatzkritik an einem Naturbad: Man werde den weiteren Prozess „wohlwollend kritisch“ begleiten, gleichwohl seien die Bedenken hinsichtlich eines Naturbades weiterhin nicht ausgeräumt. Beispielsweise sei die vorgesehene Doppelfilteranlage wieder etwas Neues, meldete Hurrle seine Skepsis an. Gerd Pfrommer (SPD) und Eric Peplau (Grüne) sprachen die hohen Kosten für die Planungsleistungen an.
Zuvor hatte Peter Kirsamer vom Fachbüro Wald & Corbe die aktuelle Planung für den notwendigen Hochwasserschutz im Waldseebad vorgestellt. Um die (vorgeschriebene) ökologische Durchgängigkeit des Traischbachs zu erhalten, wird im Bad der Bach mit geringer Wasserhöhe in einem offenen Graben fließen; gleichzeitig wird für Hochwasserabflüsse eine Verdolung (mit Einlauf- und Auslaufbauwerk) errichtet werden – Kosten zusammen: rund 1,9 Millionen Euro. Für den offenen Bachlauf gibt es zwei Varianten; eine führt eng an der Beckenseite, wo es keine Liegewiese gibt, vorbei. Bis zum Frühjahr soll die wasserrechtliche Genehmigung vorliegen; nach der Ausschreibung könnte im September die Vergabe für die Baumaßnahme erfolgen.
Das „neue“ Waldseebad
Im Mai diesen Jahres haben Stadtverwaltung und Gemeinderat die Grundzüge für das „neue“ Waldseebad beschlossen. Hier noch einmal die Eckpfeiler: Das Bad wird ein Mischbad; das heißt Naturbad (rund 2 100 Quadratmeter Wasserfläche, das ist etwa halb so viel wie bisher) und Technikbecken (etwa 700 Quadratmeter Wasserfläche) werden an einem Standort, aber in getrennten Becken zusammengeführt.








