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Saison 2016

2016-06-28 BNN

Saisonende für das Waldseebad

Gaggenau (dor). Für das Gaggenauer Waldseebad ist die Saison 2016 vorbei, bevor sie überhaupt begonnen hat. Das Naturbad kann in diesem Jahr nicht mehr in Betrieb genommen werden; dies gab Oberbürgermeister Christof Florus gestern Abend in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats bekannt.

Nach der Überschwemmung des Waldseebades im Gefolge des Starkregens und dem über die Ufer getretenen Traischbach am 12. Juni erfolgte inzwischen eine Wasseruntersuchung des Waldseebades, des Versorgungsbrunnens wie auch der Regenerationsteiche. In allen Bereichen sei eine hohe Belastung mit krankheitserregenden Keimen festgestellt worden, so Florus weiter.

Der OB: „Während das Bad selber und der Brunnen relativ einfach zu reinigen sind, ist diese Reinigung in den Kiesflächen um das Becken und vor allem in den Regenerationsbereichen schwer oder gar nicht möglich."

Da eine Wiederbefüllung des Bades die Keime nur weiter verteilen würde und ein kurzfristiges Reinigen nicht möglich sei, könne das Waldseebad in der Saison 2016 nicht mehr in Betrieb genommen werden.

In der nächsten Sitzung des Gemeinderates am 11. Juli soll der von der Stadt beauftragte Gutachter Hardy Gutmann (Höchenschwand) einen Bericht über den Zustand des Bades geben. Auch das weitere Vorgehen werde dann ein Thema sein.

www.bnn.de

 

GaWo 25-2016

Waldseebad-Saisonkarten können getauscht werden

Das Waldseebad ist bekanntlich durch Starkregen und damit einhergehende Überflutung mit Geröll und Morast so sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, dass es bis auf weiteres geschlossen bleiben muss. Besitzer der Saisonkarte 2016 haben allerdings die Möglichkeit, ihre Karten gegen solche des Kuppelsteinbads Ottenau (Telefon 984901, www.kuppelsteinbad.de) oder des Freibads Sulzbach (Telefon 988222, www.schwimmbadverein-sulzbach.de) einzutauschen. In beiden Bädern können die Karten während der Öffnungszeiten an der Kasse / am Kiosk getauscht werden. Wer seine Waldseebad-Saisonkarte zurückgeben möchte, kann das im Bürgerbüro des Rathauses tun. Der Kaufpreis wird dann erstattet.

Murgana wieder täglich geöffnet

Um die Schließung des Waldseebades auch anderweitig aufzufangen, hat das städtische Hallen-Murganabad bis Ende Juli wieder täglich geöffnet.

Quelle: GaWo 25/2016, 23.06.2016

 

2016-06-28 BT

Waldseebad bleibt diesen Sommer zu

Zu viele Keime

Gaggenau (tom) Das Naturbad Waldseebad wird in diesem Jahr nicht mehr geöffnet. Dies sagte OB Christof Florus gestern im Gemeinderat. Das Naturbad wurde nach dem Unwetter vom 12. Juni wegen Überflutung geschlossen. "Nach der Überschwemmung erfolgte eine Wasseruntersuchung des Waldseebades selber, des Versorgungsbrunnens und der Regenerationsteiche", erläuterte Florus, "in allen Bereichen wurde eine hohe Belastung mit krankheitserregenden Keimen festgestellt." Während das Bad und der Brunnen relativ einfach zu reinigen seien, sei diese Reinigung in den Kiesflächen um das Becken und vor allem in den Regenerationsbereichen schwer oder gar nicht möglich.

Florus: "Da eine Wiederbefüllung des Bades die Keime nur weiter verteilen würde und ein kurzfristiges Reinigen nicht möglich ist, kann das Waldseebad in der Saison 2016 nicht mehr in Betrieb genommen werden."

In der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am Montag, 11. Juli, werde der von der Stadt beauftragte Gutachter Hardy Gutmann aus Höchenschwand einen Bericht über den Zustand des Waldseebads geben.

In dieser Sitzung soll darüber hinaus die weitere Vorgehensweise festgelegt werden.

www.badisches-tagblatt.de

 

 

2016-06-21 BT

Wenn Bachwasser nicht in den Bach darf

Kuriosum nach der Überflutung: Naturbad Waldseebad wird in die Kanalisation entleert

Von Thomas Senger

Gaggenau - Was macht man mit Bachwasser, das aufgestaut wurde? Man lässt es in den Bach zurück. Was macht man mit Wasser aus dem Naturbad Waldseebad, wenn man das Becken entleeren will? Man lässt es mit behördlicher Erlaubnis in den Traischbach. Aber was macht man mit Traischbachwasser, das sich beim Unwetter am 12. Juni mit dem Waldseebadwasser vermischte und das Becken zum Überlaufen brachte? Man muss es in die Kanalisation einleiten.

BT21062016 Bild: Eine Woche Zeit hatte der Schlamm, um sich abzusetzen. Mühsam wird er in Kübeln fortgeschafft.    Foto: Berthold Leier

Denn für das Einleiten dieses Wassers in den Bach gibt es keine wasserrechtliche Erlaubnis, bestätigt Manfred Flittner. Er ist Leiter des Umweltamts im Landratsamt. Bachwasser zusammen mit Naturbadwasser - es könnte kontaminiert sein, so die Erklärung. Mit was auch immer - untersucht wurde das bislang nicht. Und so war gestern Morgen - über eine Woche nach dem Unwetter - erst das Nichtschwimmerbecken trocken. An Wiederbefüllen, geschweige denn Wiedereröffnung, brauchte man nicht zu denken. Ablassen dauert eben länger als das Abpumpen. "Wir haben unnötig Zeit verloren", klagt Sabine Arnold, die Vorsitzende des Freundeskreises Waldseebad. Mit einigen Helfern hat der Freundeskreis am Samstag angefangen den Schlamm zu entfernen, der eine ganze Woche Zeit hatte sich abzusetzen: In Kübel schaufeln, Kübel zum Container karren, ausleeren. Eine quälend mühselige, langwierige Schufterei. So kann es nicht weitergehen, waren sich die Helfer einig. Und: "Wir hätten schon Mitte der Woche anfangen können mit Reinigen - wenn man gleich abgepumpt hätte." Auch das Reinigen wäre nicht so mühselig - weil der feine Schlamm sich nicht hätte absetzen können.

Mittlerweile wird das Wasser in die Kanalisation gepumpt und nicht nur über den Auslauf abgelassen. "Aber das schlammige Wasser darf nicht in den Traischbach", sagt auch Bürgermeister Michael Pfeiffer. Denn es könne sauerstoffarm sein und somit die Kleinlebewesen beeinträchtigen. Man habe keinen entscheidenden Zeitverlust zu beklagen, nur weil bislang nicht abgepumpt wurde, versichert Pfeiffer. Beim Unwetter wurden die Pumpen überflutet, sie sind defekt. Ein Gutachter werde sich diese Woche ein Bild von der Lage machen und Proben nehmen.

Der Freundeskreis will nun täglich ab 17 Uhr im Bad schaffen. Ziel sei, Ende der Woche frisches Leitungswasser einlassen zu können. Doch frühestens Mitte August werde das Bad öffnen. Zunächst muss sich die Biologie sechs Wochen lang neu ausbilden. Das Badewasser wird ohne Chemie aufbereitet. Dies übernehmen Mikroorganismen und Wasserpflanzen.

www.badisches-tagblatt.de

 


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