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Saison 2016

2016-12-03 BT

BT-Talblick            Talblick

Transparenz ist wichtig

Nun ist es heute auch schon wieder eine Woche her, dass die Gaggenauer Freibadfreunde eine böse Nachricht bestätigt bekamen. Frühestens 2019 würde das geliebte Waldseebad wieder eröffnet werden - in welcher Form auch immer. Bei der Bürger-Information in der Jahnhalle erläuterten unter anderem OB Florus und Bürgermeister Michael Pfeiffer Hintergründe. Alleine durch ihre Anwesenheit machten sie klar: Das Thema ist Chefsache. In den Vorträgen wurde deutlich: Im Rathaus ist man willens, eine gute Lösung zu erarbeiten. Die anwesenden Bürger ihrerseits, rund 200, zeigten durch Fragen und Beiträge, dass sie an einer sachorientierten Lösung interessiert sind - trotz aller Emotionalität, die dem Thema innewohnt. Zu begrüßen ist überdies, dass mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen eine Organisation in den Entscheidungsprozess einbezogen wird, die unabhängig Für und Wider der Ansätze abzuwägen imstande ist. Die Entscheidungsfindung in der neuen Gaggenauer Bäderfrage ist noch lange nicht abgeschlossen, aber es besteht Anlass zu Optimismus: dass nicht wie vor über einem Jahrzehnt Wunschdenken über Augenmaß die Oberhand behält. Optimistisch stimmt auch, dass die Verwaltung in der Bäderfrage das Thema Transparenz nicht nur vor sich herträgt. Eine für die Öffentlichkeit überraschende und darüber hinaus - im Nachhinein falsche - Entscheidung wie 2005 für den Bau eines Naturbads wird dadurch weniger wahrscheinlich, ganz gleich in welcher Form Waldseebad und ein Hallenbad ab 2019 ff. betrieben werden. Eine persönliche Vorwegnahme sei Verfasser dieser Zeilen an dieser Stelle erlaubt: Man denkt hoffentlich nicht ernsthaft darüber nach, den Standort Waldseebad aufgeben zu wollen?   Thomas Senger

www.badisches-tagblatt.de

 

2016-11-28 BT

Waldseebad frühestens 2019 wieder offen

Bäderfrage: Bei der Bürgerinformation in der Jahnhalle präsentiert die Stadtverwaltung ihre Lösungsansätze

Von Thomas Senger

Gaggenau - Frühestens 2019 wird das Waldseebad wieder eröffnen werden können - ob dies überhaupt je wieder der Fall sein wird und in welcher Form, all das ist noch nicht entschieden. In der Jahnhalle präsentierte am Samstagvormittag die Stadtverwaltung den Sachstand in der Bäderfrage. Das sanierungsbedürftige Hallenbad und das nach der Überflutung geschlossene Waldseebad stehen im Kern der Überlegungen. Kombibad Hallenbad/Freibad, Kombination Naturbad/Chlorbad - viele ist denkbar. Bis Mai 2017 solle der Gemeinderat möglichst eine Entscheidung getroffen haben, gab OB Christof Florus vor.

Blauäugigkeit wie bei der Planung und während der Bauarbeiten des Naturbads Waldseebad soll es offenkundig nicht geben. Bürgermeister Michael Pfeiffer betonte, dass die grundsätzlich getroffenen Entscheidungen der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen (DGfB) zur Überprüfung vorgelegt werden sollen - nicht nur mit Blick auf die Entstehungskosten, sondern auch mit Blick auf laufenden Kosten. "Denn wenn Sie die Kosten für ein Bad über 20, 25 oder 30 Jahre rechnen, dann können Sie sicher sein, dass ein Mehrfaches der Entstehungskosten zusammenkommt", sagte Pfeiffer.

Als eine Berechnungsgrundlage fürs Waldseebad gilt die jüngste Besucherzahl von 45000 pro Jahr. Das alte Waldseebad - vor dem Umbau zum Naturbad - hatte noch viel mehr Besucher. Pfeiffer: "Wir werden auf jeden Fall auch mit einer Größenordnung von 90000 Besuchern rechnen", die einst erreicht worden waren.

Neun Monate bis zu einem Jahr werde man für Planungen und Genehmigungsverfahren rechnen müssen, führte Pfeiffer weiter aus. Hinzu komme ein weiteres Jahr Bauzeit. Früher als 2019 sei eine Freibaderöffnung unrealistisch. "Das kann aber durchaus anders werden, wenn uns was dazwischen kommt, wenn uns irgendeine Behörde Auflagen macht", mahnte Pfeiffer und verwies zum Beispiel auf notwendige Bauvorhaben für den Hochwasserschutz. Ein Gutachten sei für das Waldseebad-Gelände bereits in Auftrag gegeben worden. Ein "großes Fragezeichen" stehe hinter den Terminplanungen: "Ernsthaft zu sagen, wir schaffen das auf 2019, das wäre vermessen."

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2016-11-29 BNN

Am Standort Waldseebad führt kein Weg vorbei

Fünf Gründe, warum sich das traditionsreiche Bad am Ende der Entscheidungsfindung durchsetzt

Von BNN Redaktionsmitglied
Thomas Dorscheid

Gaggenau. Bis Mai 2017 soll wie berichtet Klarheit in der Gaggenauer „Bäderfrage" herrschen. 2019 könnte laut Stadtverwaltung nach derzeitigem Planungsstand das Waldseebad frühestens wieder öffnen. Dieser Zeitrahmen wurde wie berichtet bei der Informationsveranstaltung in der Jahnhalle genannt. Auch wenn von der Verwaltung wiederholt betont wurde, dass das weitere Verfahren ein „offener Prozess" sei, bei dem mehrere Standorte in Frage kommen, dürfte der Standort Waldseebad „gesetzt" sein - auch wenn derzeit noch offen ist, ob „nur" als Freibad oder als Kombibad. Die BNN nennen fünf gute Gründe, warum am Standort Waldseebad kaum gerüttelt werden dürfte.


Standortsuche: Nichts Neues


Ein offener Prozess nach bestimmten Kriterien, nach dem jeder mögliche Standort unvoreingenommen bewertet wird. So heißt es jetzt. So hieß es auch schon in der Amtszeit von OB Michael Schulz, als die Stadt Gaggenau aus Sparzwängen heraus den Ein-Bad-Beschluss - getroffen im Februar 2003 - vorbereitete. Herausgekommen ist damals in einem mehrstufigen Auswahlprozess der Standort Waldseebad - das dürfte diesmal nicht anders sein.


Tradition und Lage


Im Juni 1929 eingeweiht, wird das Waldseebad im Jahr 2019, so es dann wieder eröffnet werden kann, sein 90-jähriges Bestehen feiern. Im idyllisch gelegenen Traischbachtal, hat das Waldseebad seit jeher eine große Fangemeinde. Als Naturbad kam noch eine stattliche Zahl Auswärtiger hinzu, die das Baden in chlorfreiem Wasser innerhalb einer herrlichen Landschaft schätzen.


Die Alternativstandorte


Die bei der Präsentation in der Jahnhalle genannten Alternativstandorte für ein Freibad sind bei näherem Hinsehen im „Wettbewerb" mit dem Waldseebad keine wirklichen Alternativen. Der „Stadteingang West", zwischen B 462 und Rotherma-Querspange vom Verkehr „umzingelt", wäre kaum vermittelbar: Erst das Rotenfelser Freibad abreißen, dann dort ein neues Bad bauen? Außerdem wird die Fläche für Gewerbeansiedlung benötigt. Genauso wenig dürfte das Areal Traischbach plus Hartplatz infrage kommen: Nur wenige hundert Meter vom Waldseebad entfernt ein neues Bad (Kombibad) bauen und das Waldseebad verrotten lassen? Nicht vorstellbar.

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2016-11-28 BNN

OB: „Bis Mai 2017 Klarheit in der Bäderfrage"

Bürgerinfo in der Jahnhalle / Mehrstufiger Prozess / „Betriebskosten wichtiger als Investitionskosten"

Von BNN Redaktionsmitglied
Thomas Dorscheid

Gaggenau. Im Mai 2017 soll der Entscheidungsprozess in der Gaggenauer „Bäderfrage" abgeschlossen sein. Bis dahin soll der Gemeinderat in einem ersten Schritt darüber entschieden haben, ob Gaggenau in Zukunft ein Kombibad (Freibad und Hallenbad an einem Standort) oder weiterhin ein kommunales Freibad und Hallenbad an zwei getrennten Standorten haben wird; bei der zweiten Grundsatzentscheidung geht es dann um die Standortfestlegung, bei der dritten um die Frage, wie das Freibad betrieben werden soll: Als Naturbad, Chlorbad oder als eine Mischlösung, die wohl auch möglich ist. Diesen „Fahrplan" nannte OB Christof Florus bei dem mit rund 220 Bürgern recht gut besuchten und sehr sachlich verlaufenen „Bäderdialog" am Samstag in der Jahnhalle. Bis zur Entscheidung des Gemeinderats, dies betonten Florus wie auch die weiteren Vertreter der Stadtverwaltung wiederholt, sei die Bäderdiskussion ein „offener Prozess" unter Einschluss aller interessierten Bürger und ohne jegliche Vorfestlegung.


Die Ausgangslage


Das Unwetter am 12. Juni, das die braune Brühe des Hochwasser tragenden Traischbachs ins Waldseebad schwemmte, hat den Stein ins Rollen gebracht. Das Bad musste geschlossen werden; weil aber ohnehin ein Sanierungsbedarf im Naturbad aus technischen Gründen ansteht, war der Weg frei für eine Grundsatzdiskussion zur Zukunft des Waldseebads.

Hinzu kommt ein von der Verwaltung angeführter Sanierungsbedarf im Hallenbad; auf Bürgernachfrage nannte Bürgermeister Michael Pfeiffer am Samstag hierzu Details: Es geht um ein schadhaftes Dach, eine fehlende Fassadendämmung und um den Austausch der Fensterfront. Den Sanierungsaufwand schätzte er auf rund 4 bis 4,5 Millionen Euro; die Kosten für einen Hallenbadneubau bezifferte Pfeiffer auf 6 bis 10 Millionen Euro.

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