Talblick
Transparenz ist wichtig
Nun ist es heute auch schon wieder eine Woche her, dass die Gaggenauer Freibadfreunde eine böse Nachricht bestätigt bekamen. Frühestens 2019 würde das geliebte Waldseebad wieder eröffnet werden - in welcher Form auch immer. Bei der Bürger-Information in der Jahnhalle erläuterten unter anderem OB Florus und Bürgermeister Michael Pfeiffer Hintergründe. Alleine durch ihre Anwesenheit machten sie klar: Das Thema ist Chefsache. In den Vorträgen wurde deutlich: Im Rathaus ist man willens, eine gute Lösung zu erarbeiten. Die anwesenden Bürger ihrerseits, rund 200, zeigten durch Fragen und Beiträge, dass sie an einer sachorientierten Lösung interessiert sind - trotz aller Emotionalität, die dem Thema innewohnt. Zu begrüßen ist überdies, dass mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen eine Organisation in den Entscheidungsprozess einbezogen wird, die unabhängig Für und Wider der Ansätze abzuwägen imstande ist. Die Entscheidungsfindung in der neuen Gaggenauer Bäderfrage ist noch lange nicht abgeschlossen, aber es besteht Anlass zu Optimismus: dass nicht wie vor über einem Jahrzehnt Wunschdenken über Augenmaß die Oberhand behält. Optimistisch stimmt auch, dass die Verwaltung in der Bäderfrage das Thema Transparenz nicht nur vor sich herträgt. Eine für die Öffentlichkeit überraschende und darüber hinaus - im Nachhinein falsche - Entscheidung wie 2005 für den Bau eines Naturbads wird dadurch weniger wahrscheinlich, ganz gleich in welcher Form Waldseebad und ein Hallenbad ab 2019 ff. betrieben werden. Eine persönliche Vorwegnahme sei Verfasser dieser Zeilen an dieser Stelle erlaubt: Man denkt hoffentlich nicht ernsthaft darüber nach, den Standort Waldseebad aufgeben zu wollen? Thomas Senger





