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Saison 2016

Liebe Freunde des Waldseebades

Für uns ist es eine schwierige Situation, an der wir im Moment leider nichts ändern können. Die gesamte Vorstandschaft steht hinter dem Waldseebad als Naturbad, ein chemisch-technisches Bad oder Spaßbad können wir uns an dieser Stelle nicht vorstellen. Trotzdem sollten Attraktionen für Kinder und Jugendliche z.B. eine Rutsche eingebaut werden. Mit Spannung warten wir auf die Vorplanung, die der Naturbadplaner Hardy Gutmann erstellen wird.
Weitere Infos:    www.gutmann-gmbh.de

Wir hoffen das diese Planungen dann vom Gemeinderat zügig geprüft und gebilligt werden und im Frühjahr 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Wenn alles gut geht und wir einen milden Winter 2017 bekommen, der die Bauarbeiten nicht verzögert, könnten wir im Sommer 2018 im neuen Waldseebad wieder schwimmen.


Pressemitteilung


13.07.2016 (FKW) - Zum durch den vom Gemeinderat beschlossenen Neubau des Waldseebades nimmt die Vorstandschaft des Freundeskreises Waldseebad e.V. nachfolgend Stellung:

Grundsätzlich begrüßen wir die Aussagen von Oberbürgermeister Florus und seiner Verwaltung sowie der mehrheitlichen Zustimmung der Fraktionen und ihrer Mandatsträger. Der Fortbestand des Naturbades Waldseebad an seinem bisherigen Standort ist und bleibt auch unser erklärtes Ziel“, so die Feststellung des Freundeskreises. „Und wir stehen unseren Mitgliedern sowie den vielen Badegästen aus der nahen und weiteren Umgebung und unserer Vereinssatzung gegenüber in der Pflicht.“

Die Akzeptanz und Beliebtheit bei den Besuchern sehen wir als wiederhergestellt an. Dies ist nicht zuletzt ein wesentlicher Verdienst unserer gezielten Presse und Öffentlichkeitsarbeit. So haben in der Saison 2015 fast 44.000 Badegäste das Waldseebad aufgesucht. Tendenz steigend! Etwaigen Verkleinerungsplänen stehen wir ablehnend gegenüber. Gerade die Größe des Bades ist ein Alleinstellungsmerkmal und für viele Badegäste ein Entscheidungskriterium.

In diesem Zusammenhang stellt sich für uns auch nicht die Frage nach Chemisch-Technischen oder Naturbad. Wir sind der Meinung, man sollte dem Alleinstellungsmerkmal größtes Naturbad Süddeutschlands treu bleiben. Viele Besucher kommen gerade weil das Waldseebad ein Naturbad Ist.

Das Waldseebad ist wegen seiner Weitläufigkeit und Größe überregional bekannt und einzigartig, das sollte auch so bleiben. Eine Änderung wäre auch für den aufkeimenden Tourismus im Nordschwarzwald ein herber Verlust.

Freundeskreis Waldseebad e.V.

 

2016-07-12 BNN

Waldseebad bleibt bis 2018 geschlossen

Gemeinderat beschließt vorgezogene Sanierung / Gutachter: „Ein Jahr Planung, ein Jahr Bauzeit"

Von BNN Redaktionsmitglied Thomas Dorscheid

Gaggenau. Frühestens in der Freibadsaison 2018 wird das Waldseebad wieder seine Pforten öffnen. Der Gemeinderat vergab gestern Abend in öffentlicher und gut besuchter Sitzung nahezu einstimmig (eine Enthaltung) die Vorstudie zur Sanierungsplanung. „Ein Jahr Planungsphase, ein Jahr Bauzeit", umriss Gutachter Hardy Gutmann vom gleichnamigen Planungs- und Sachverständigenbüro in Höchenschwand, das den Auftrag erhielt, den groben Zeitplan. Die Sanierungskosten bezifferte er mit rund drei Millionen Euro; darin sind die Hochwasserschutzmaßnahmen rund um den Traischbach nicht enthalten.

Ursache der nunmehr vorgezogenen Sanierung ist der Starkregen vom 12. Juni; der Traischbach trat über die Ufer und füllte das Becken des Naturbades mit seiner schlammigen Masse. Die Folge: Eine hohe Belastung mit krankheitserregenden Keimen des Waldseebades inklusive seiner Regenerationsteiche. „Diese Besätze sind auch in den Leitungen und Filtern, die kriegen Sie nicht mehr raus", sagte der Gutachter gestern Abend und machte damit auf die bekannten Probleme des Naturbades aufmerksam, die mittelfristig ohnehin eine Sanierung erfordert hätten: Probleme mit der Beckendurchströmung und den gering dimensionierten Leitungen, Probleme mit dem Untergrund (wechselnde Grundwasserstände) und der Abdichtung (Folie). Gutmanns Fazit: „Durch dieses Hochwasserereignis ist dringender Handlungsbedarf entstanden."

„Wir haben die Stunde null und stehen vor einer Vollsanierung", warb OB Christof Florus um Verständnis für die nunmehr zweijährige Schließung des Bades. Die „Stunde null" könnte auch anders gedeutet werden: Bei der Planung soll auch die Variante technisch-chemisches Bad (wieder) als Variante einbezogen werden, auch wenn Florus deutlich machte, dass das Waldseebad „als Naturbad das meiste Flair hat".

Der Gutachter wie auch Bürgermeister Michael Pfeiffer wiesen daraufhin, dass im Kontext der Badsanierung auch der Hochwasserschutz angegangen werden müsse; bei Starkregen ist indes nicht nur der Eintrittsbereich des Traischbachs in die Verdolung überfordert - der Bach tritt schon weit vorher über das Ufer und kann somit das Becken mit seiner Schmutzlast überschwemmen.

Alle Fraktionssprecher sprachen sich aufgrund der Faktenlage für die vorgezogene Sanierung aus. Dorothea Maisch (CDU) appellierte an das Planungsbüro, das Erfahrungswissen des Freundeskreises Waldseebad unbedingt einzubeziehen.

Gerd Pfrommer (SPD) mahnte, nach vorne zu schauen und nicht wieder die früheren Grundsatzdiskussionen um das Bad aufzunehmen. Ferdinand Hurrle (FWG) sah sich in seinen früheren kritischen Nachfragen gegenüber dem damaligen Naturbadplaner Grafinger („Er hat uns definitiv belogen") im Nachhinein bestätigt.

www.bnn.de

 

2016-07-13 BT

Das "goldene Zeitalter" war gechlort

Das Waldseebad wurde als Naturbad gebaut, doch die besten Jahre waren als chemisch-technisches Freibad

Von Thomas Senger

Gaggenau - Nebenstehendes zerknittertes Bild zeigt Arbeiter während einer Vesperpause. Die Fotografie stammt wahrscheinlich von 1928 - während des Baus des Waldseebads. Es wurde 1929 als Naturbad eröffnet, 40 mal 100 Meter groß. Nun werden wohl in einigen Monaten, spätestens 2017, wieder Bauarbeiten stattfinden, mit modernen Geräten dieses Mal, aber ob es wieder ein Naturbad werden wird? Es ist nicht entschieden, darüber wurde noch nicht abgestimmt.

BT13072016Von 1957 bis 2003 wurde das im Traischbachtal gelegene Freibad als konventionelles Schwimmbad betrieben. Man darf diese Zeit getrost als die goldene Zeit des Waldseebads bezeichnen. Tausende Besucher an heißen Sommertagen, doch selten wurde es zu eng, denn die Wasserfläche war groß, größer als heute, und das Wiesengelände war riesig - und gepflegt.

Es war nicht nur das große Schwimmbecken mit dem glasklaren Wasser, das die Menschen begeisterte, es war auch der Boden aus gelb-rötlich schimmernden Natursteinen, der sich so wohltuend von dem Babyblau anderer Schwimmbäder unterschied und der so wunderbar zur umgebenden Waldlandschaft passte. Es war kein Naturbad, aber wer darin schwamm, hatte nicht den Eindruck, sich in einem chemischen Bad zu tummeln.

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2016-07-12 BT

Sicher ist: Es wird ein Neubau geplant

Das Waldseebad soll möglichst 2018 wieder eröffnen - in welcher Form, das ist noch nicht entschieden

Von Thomas Senger

Gaggenau - Für das Waldseebad wird ein Sanierungsplan erstellt. Der Naturbad-Experte Hardy Gutmann aus Höchenschwand soll dafür eine Vorstudie erstellen. Dies hat der Gemeinderat gestern Abend bei einer Enthaltung beschlossen. Faktisch ist die Sanierung ein Neubau am bisherigen Standort.

Das Naturbad ist nach der Überflutung durch Starkregen seit dem 12. Juni geschlossen. Ziel ist, das Bad 2018 wieder zu eröffnen. In welcher Form - als Naturbad oder als konventionelles Chlorbad - darüber wurde gestern nicht entschieden. Doch auch diese Alternative solle geprüft werden, so zumindest die Forderung von CDU und Freien Wählern. Wer diese Prüfung vornehmen soll, wurde gestern nicht thematisiert. Ein chemisch technisches Bad "ist bei Überschwemmungen schneller wieder fit", gab Christian Kientz (CDU) zu bedenken. Dies wollte Oberbürgermeister Christof Florus so nicht stehen lassen. Er sei ein "Naturbad-Freund", sagte der OB.

Wesentliches Kriterium sind die Baukosten: Chlorbad sechs bis sieben Millionen Euro, Naturbad etwa die Hälfte - so lautet die Faustformel, die gestern seitens der Verwaltung und auch von Hardy Gutmann genannt wurde. Allerdings müssen Kosten für Hochwasserschutz dazugerechnet werden. Denn eine Überflutung durch den Traischbach wie am 12. Juni soll in Zukunft vermieden werden. Auch Attraktionen werden Geld kosten, sagte Gutmann. Er nannte keine Beispiele, aber eine Rutsche wurde seitens des Freundeskreises unter anderem diskutiert .

Insbesondere Ferdinand Hurrle (FWG) mahnte, auch die laufenden Kosten für beide Badvarianten auf mindestens 25 Jahre hin zu berechnen. Betriebskosten, Wartung, Energie nannte er und: "Ein Naturbad hat wesentlich höhere Personalkosten." Auch diese müssten in eine Vergleichsrechnung einfließen. Der FWG-Fraktionschef erinnerte an die Planungen vor dem Bau des Naturbads; es war 2006 eröffnet worden. Hart ging er mit dem damaligen Waldseebad-Planer Rainer Grafinger ins Gericht: "Er hat uns definitiv belogen."

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