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Saison 2016

2016-09-23 BNN

SPD fordert Zeitplan für Waldseebad

Stadträte wünschen Aufklärung über die weiteren Schritte

BNN23092016

Gaggenau (ko). Die SPD-Fraktion fordert im Zusammenhang des Waldseebades einen konkreten Zeitplan und einen konkreten Fragenkatalog, in dem alle wichtigen Fragen, wie unter anderem die Investitions- und Betriebskosten festgeschrieben sind. Dies sagte SPD-Stadträtin Gerlinde Stolle bei den Anfragen der Gemeinderäte. Das Bad wird wie mehrfach berichtet nach umfangreicher Sanierung frühestens in der Freibadsaison 2018 öffnen.

www.bnn.de

 

2016-09-03 BT

BT-Talblick            Talblick


So geht Freibad

Der Sommer ist im September nicht zu Ende, so zumindest lassen es uns die Meteorologen hoffen. Zeit also, sich noch einmal in den acht Freibädern des Murgtals zu tummeln, die wir im Rahmen unseres Freibad-Tests vorgestellt haben. Wer wie der Verfasser dieser Zeilen als "Waldseebad-Flüchtling" andere Bäder besucht hat, der durfte mehrere Sachverhalte feststellen: Wer familientaugliche Einrichtungen sucht, der findet sie im Murgtal - und man darf den Hut ziehen vor deren Planern und Betreibern. Jedes der Murgtalbäder hat seine Stärken: "So geht Freibad", möchte man anerkennend in so manches Gästebuch schreiben. Wer Gaggenauer Familien sucht, der konnte sie in eben diesen Bädern finden. Und sie sind zu einem großen Teil nicht erst seit der Schließung des Waldseebads immer wieder gerne dort zu Gast. Denn für Familien mit Kindern ist zuallererst die Familientauglichkeit von Interesse, und da gilt das Hauptaugenmerk ganz anderen Dingen als dem fundamentalistischen Streit um die Art des Badewassers oder einem "Alleinstellungsmerkmal", um auswärtige Tagestouristen anzulocken. Denn mit ein paar Auswärtigen mehr wird man kein Defizit ausgleichen, das jedes Schwimmbad einfährt. Ein Freibad muss zuallererst für die Bürger da sein.

Blicken wir auf das Waldseebad. Hätte es nicht 2009 eine 72-Stunden-Aktion der jungen Katholiken von St. Laurentius gegeben, der Sandel-Bereich für Kinder wäre noch immer so unzulänglich wie zuvor. Wäre 2011 nicht im Rahmen der Aktion "Wir bewegen was" der Daimler AG für 5000 Euro ein Spielturm für Kinder angeschafft worden, man würde heute noch darauf warten. Gäbe es nicht den unermüdlichen Freundeskreis Waldseebad, der weit mehr als nur Öffentlichkeitsarbeit geleistet hat, dann hätte dieses wunderbare Bad nicht einen Teil des Stellenwerts zurückerobert, der ihm gebührt. Was steht auf der Wunschliste von Familien und deren Kindern ganz weit oben? Beschattete Kleinkindbecken, im Idealfall einsehbar, ein intelligenter Nichtschwimmerbereich, viel Platz zum Schwimmen; Rutschen, Sprunganlage, Spielmöglichkeiten, funktionierende und gepflegte Sanitäranlagen, gepflegte Liegeflächen, leistungsfähiger Kiosk. Eine "Grotte" und Felsen aus grauenvollem Kunststein wie im Waldseebad sind es sicher nicht, glitschige Stufen sind es nicht, spreißelige Dielen sind es nicht, nicht funktionierende Duschen am Beckenrand sind es nicht, bloße Mängelverwaltung ist es nicht. Man kann dem Gemeinderat nur dringend empfehlen, sich vor einer Grundsatzentscheidung - Naturbad oder Chlorbad - intensiv zu beraten, was ein Bad wirklich attraktiv macht. Thomas Senger

www.badisches-tagblatt.de

 

 

Saisonabschluss im Waldseebad 2016

… wenn man überhaupt von einer Badesaison sprechen kann

Regen gab es diese Saison mehr als genug. Hoch- und Tiefdruckgebiete wechselten in rascher Folge. Der Saisonstart war sehr schleppend. Kühle und nasse Wetterphasen sorgten für mehrfache Verschiebung des Eröffnungstermins. Im Juni kamen dann noch Unwetter dazu. Große Regenmengen ließen Bäche zu reißenden Flüssen anschwellen und starke Schäden anrichteten. Alle haben wir noch die Bilder von der Überflutung von Braunsbach im Kopf.

Am 12. Juni hat es dann auch Gaggenau und unser Waldseebad erwischt. Nach einem starken Unwetter wurde das Naturbad von den Wassermassen des Traischbachs überflutet. Das ganze Ausmaß der Schäden wurde erst in den drauf folgenden Tagen sichtbar. Das ganze Becken, die Kiesflächen waren verschlammt. Überall braune Dreckbrühe. Die Regenerationsteiche, das Herz unseres Freibades, waren unbrauchbar geworden. Die Umwälzpumpen durch Überschwemmung zerstört. Trotz sofort eingeleiteter Reinigungsmaßnahmen ist es nicht gelungen, das Bad wieder flott zu bekommen.

Heute am 11. September würde die offizielle Badesaison im Waldseebad enden, wenn das Unwetter vom 12. Juni nicht für ein vorzeitiges Saisonende gesorgt hätte. Mit einem Helferfest bedankte sich der Freundeskreis Vorstand bei seinen treuen Unterstützern. „Ach wäre das schön, wenn man noch ins Wasser springen könnte.“ Stattdessen traurige Blicke in unsere Badruine. „Wann werden wir hier wieder baden können?“ Bange Frage fragen plagen alle Anwesenden. „Wie geht es mit unserem geliebten Waldseebad weiter?“

Die Diskussionen Naturbad, Chlorbad erfüllt uns alle mit Sorge. Wir wollen unser Freibad so schnell als möglich zurück. Wir verstehen nicht, warum jetzt wieder Grundsatzdiskussionen beginnen. Ist doch schon vor Jahren die Entscheidung zum Naturbad getroffen worden. Über eins sind wir uns doch alle einig, Naturbadbefürworter wie auch Gegner, am Erscheinungsbild Waldseebad darf sich nichts ändern. Jede Form von Verkleinerung wäre das aus für diese einmalige Anlage.

Naturbad JA – Der Freundeskreis ist für ein Naturbad. Das Waldseebad punktet gerade mit seiner Lage inmitten der Natur, liegt es doch inmitten eines der landschaftlich, reizvollsten Gebiete von Gaggenau. NATUR PUR, das ist die Marke Waldseebad. Zu Natur passt kein Chlor. Deshalb setzen wir uns für ein Naturbad ein.

Sicherlich haben viele Badegäste, so wie wir Waldseebadfreunde, Asyl in umliegenden Bädern und Baggerseen gesucht. Es stimmt, es gibt viele schöne Bäder in der Umgebung, doch keines bietet die Ruhe, Größe der Wasserfläche, Weitläufigkeit, die stillen Plätzchen wo man in aller Ruhe sein Buch lesen kann, die TOP Sanitäranlagen, Warmduschen ohne zusätzliche Kosten. Wir wissen nicht, wie es ihnen ergangen ist, doch wir haben das Waldseebad in den vergangenen Wochen und Monaten erst so richtig schätzen und lieben gelernt, und das nicht nur allein wegen des naturbelassenen Wassers.

Freundeskreis Waldseebad e.V.

 

Zum Leserbrief von Frau Gabi Dürr

in den BNN 31.08.16 und im BT 02.09.2016
Thema: Gaggenau braucht ein Technik-Bad - Genug Badeseen in der Umgebung

nimmt Jürgen Wörner, 2. Vorsitzender des Freundeskreis Waldseebad, in seinem Leserbrief Stellung

02.09.2016 Gaggenau - Vorab gesagt, ich bin ein Naturbad Anhänger.

Im Leserbrief von Frau Dürr steckt leider nur die halbe Wahrheit. Sie vergleicht die beiden Naturbäder in Herrenberg und Gaggenau wegen deren Schließung durch Keimbelastungen, die in Herrenberg vermutlich durch ein Filtergranulat und Ablagerungen im Neptunfilter verursacht wurden.

Hätte sie sich doch im Internet  Gäubote – die Herrenberger Zeitung vorher schlau gemacht!

Diese Keimbelastungen sind im Naturbad Waldseebad seit Eröffnung nicht aufgetreten. Das Waldseebad wurde aufgrund der Überflutung des Wasser- und der Regenerationsbecken, durch Eintrag von Keimen aus dem Traischbach und der durch die Überschwemmung zerstörten Umwälzpumpen geschlossen. Beides kann man bei ernsthafter Betrachtung nicht miteinander vergleichen.

Der Vergleich mit genug Badeseen in der Umgebung ist ebenfalls völlig aus der Luft gegriffen. Richtig ist, dass es einige Badeseen gibt, die von den Badegästen aufgesucht werden, die das natürliche Badegewässer dem Chlorbad vorziehen. Andererseits findet der Badegast in fast jeder Gemeinde in unserer Umgebung ein Chemiebad, das er für seine Ansprüche besuchen kann.

Chlor ist eine stark alkalische, chemische Substanz, die bei entsprechender Konzentration zu Augenreizungen und Hautausschlägen führen kann. In Chlorbädern wird die Konzentration dieser Substanz nach Wasser- und Lufttemperatur, Anzahl der Badegäste und der Wasserfläche dem Badewasser zugemischt, damit eine Keimbelastung den amtlichen Grenzwert nicht übersteigt.

Die Gemeinde Gaggenau kann sich glücklich schätzen, dass sich auf ihrer Gemarkung zwei konventionelle Bäder, die durch großes Engagement der privaten Betreiber und deren Eigeninitiative ehrenamtlich betrieben werden. Dazu kommt ein Naturbad, das im Vergleich zu den beiden anderen Bädern und den Bädern in der Umgebung in den vergangenen Jahren stets die höchste Besucherzahl vorweisen konnte. Als größtes Naturbad Süddeutschlands ein Alleinstellungsmerkmal und Touristenanziehungspunkt darstellt.

Warum sollte Gaggenau auf diesen Anziehungspunkt ernsthaft verzichten?

 


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