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Saison 2016

Quo vadis Waldseebad?

Das, was in den letzten Tagen durch die Presse geistert, macht mir als bekennender Waldseebadfan Angst! Hat man sich im Rathaus schon mal überlegt, dass die Bürger nicht fünf Jahre auf ein funktionierendes Freibad warten wollen. Wenn man mit älteren Bürgern auf der Straße spricht, bekommt man immer öfters zu hören: „Waldseesbad … das erlebe ich nicht mehr.“ Dann die Idee in einem FFH-Gebiet ein Kombibad zu bauen. Krönung heute ein neues Hallenbad beim Rotherma. Längst geht es nicht mehr um die Sanierung des Waldseebades, nein inzwischen geht es darum, ob das Waldseebad überhaupt nochmals im bekannten Format öffnet.

Chemisch-technisches Bad, Naturbad mit mechanisch-biologischer Reinigung, Kombibad, alles auf Anfang. Wesentlicher Unterschied zu Städten wie Rastatt ist, die verfügen noch über ein funktionierendes Hallenbad und ein großes Freibad. Da lässt es sich komfortabel debattieren.

Bitte macht unser schönes Waldseebad nicht kaputt. Unsere Vorfahren wussten schon, warum sie das Waldseebad 1929 mitten in der Prärie bauten. Schon damals standen Natur, Ruhe, Erholung und Gesundheit im Vordergrund. Daran sollte sich auch in Zukunft nichts ändern!

Leserbrief zu     Drei, zwei - oder eins? ... BT 15.10.2016   von Thomas Arnold

 

2016-10-15 BT

Drei, zwei - oder eins?

Die Bäderfrage avanciert zu einem zentralen Thema in der Großen Kreisstadt

Von Thomas Senger

Gaggenau - Waldseebad kaputt, Hallenbad ein Sanierungsfall -wie geht es weiter? Am Samstag, 26. November, 10 Uhr, lädt die Stadtverwaltung in die Jahnhalle zur Bürgerinformation in der Bäderfrage. Bereits am 24. Oktober wird der Gemeinderat nichtöffentlich darüber beraten. Und plötzlich ist es ganz aktuell - ein altes Thema: Was machen mit dem Betonklotz Hallenbad in bester Lage in der Innenstadt?

Zeitreise: Schon 1974, da war das Hallenbad gerade mal sieben Jahre alt, dachte man im Gaggenauer Gemeinderat darüber nach, das Ding wieder abzureißen. Rathaus-Veteranen erinnern sich gut: "Können wir nicht machen, so kurz nach der Eröffnung", war damals der Tenor. Die Vision einer zukunftsweisenden Innenstadtsanierung von OB Dahringer zog da gerade über dem Amalienberg auf, das Hallenbad stand da - nicht zu Unrecht - den Vorstellungen einer attraktiven Einkaufsstadt sprichwörtlich im Wege.

Nun, bald 50 Jahre nach Eröffnung - inklusive eines ein Jahrzehnt leerstehenden Parkhotels - ist es wieder so weit. Das Hallenbad, es heißt mittlerweile ein bisschen verunglückt Murgana, gilt als mehr oder weniger hoffnungsloser Sanierungsfall. Nicht überraschend: Während der Betreiber, die Stadtwerke Gaggenau, nahezu jede geeignete große Dachfläche mit Solaranlagen versehen hat, blieb das Hallenbad-Dach davon unberührt. Warum wohl?

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2016-10-15 BNN

Region im Kombifieber

Rastatt hat es gerade beschlossen. Gaggenau denkt auch darüber nach. Und Karlsruhe baut daran. Kombilösungen sind der Renner - ob bei Bädern oder U-Bahnen, es wird in der Region kombiniert und zusammengefasst, verschlankt und optimiert, abgerissen und neu gebaut. Am Ende geht es zumindest bei den Bädern darum, Luxus zurückzufahren.

Rastatt will Hallenbad und Freibad zu einem Kombibad zusammenfassen. Aus 3.500 Quadratmeter Wasserfläche werden höchstens 2.300 Quadratmeter. Gaggenau denkt ähnlich, Hallenbad und Waldseebad könnte ein ähnliches Schicksal ereilen. Allerdings startet Gaggenau als kleinere Stadt auf einem deutlich höheren Wasserflächenniveau als Rastatt.


Stadtgespräch


In der Benzstadt ist vor einigen Jahrenschon einmal der Versuch einer Schwimmbadkonzentration so gut wie gescheitert. Also: Auf ein Neues!

Man fragt sich, was hier vorgeht. Die ältesten dieser Bäder wurden in den 30er Jahren gebaut, ein weiterer Teil in den 60er und 70er Jahren. Man kann beileibe nicht behaupten, der Wohlstand sei damals höher gewesen als heute. Und dennoch will man den Bürgern heute weiß machen, dass sich eine Stadt diese Einrichtungen plötzlich nicht mehr leisten kann.

Gewiss, die technischen Standards und die Anforderungen an die Sicherheit sind gestiegen. Aber das gilt für alle anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens auch. Würde man Straßen sperren, nur weil neue Leitplanken mit Unterfahrschutz teurer sind als die alten? Würde man die Galerie Fruchthalle verkleinern, weil sie nur an Ausnahmetagen gut besucht ist? Aus guten Gründen macht man das nicht.

Die Schwimmbäder scheinen kaum Lobbyisten zu haben.     Michael Janke

www.bnn.de

 

2016-10-14 BNN

 „Offen für alles"

Variante Kombibad: Fraktionen warten auf Bad-Planer

Gaggenau (lust). Die Stadt und ihre Bäder: Ein Hallenbad am Murgufer aus den 1960er Jahren, ein Naturbad „in der Prärie", wie sich FDP-Stadtrat Theo Gehrmann ausdrückte, und beide sind sanierungsbedürftig. Im Rathaus ist deshalb wohl die Variante „Kombibad" angedacht worden, also quasi eine neue Badeanstalt in baulicher Kombination eines Hallen- und Freibades. Nach momentaner Gedankenlage wohl der Bau des Hallenbades in direkter Verbindung mit dem Waldseebad. Ob das dann noch Naturbad bleiben könnte, ist ungewiss, die Stadtverwaltung ließ gestern mitteilen, dies sei durchaus möglich.

Die Gaggenauer Kommunalpolitik, speziell die Fraktionen und Gruppen im Gemeinderat, sind nach deren Bekunden offen für viele Lösungen. Am 24. Oktober findet eine nicht öffentliche Gemeinderatssitzung statt, in der dann Experten für derlei Fragen anwesend sein sollen.

SPD-Fraktionschef Gerd Pfrommer meinte, ein Kombibad sei nicht unbedingt der „Heilsbringer". Der Charakter des Waldseebades solle schon erhalten bleiben, und den Neubau eines Hallenbades könne man sich auch neben der Sporthalle vorstellen.

Womit man bei möglichen Kosten wäre: FDP-Stadtrat Theo Gehrmann hat nach eigenem Bekunden noch keine Meinung, was mit den Bädern geschehen soll, sieht allerdings momentan kein Problem mit eventuellen Kosten. Dies müsse indessen sorgfältig überdacht werden, weil demnächst in Gaggenau auch wieder eine „Sparzeit" komme, in der Folgekosten dann lästig werden könnten.

Die Freien Wähler sind laut Fraktionssprecher Ferdinand Hurrle „offen", in der Expertenrunde am 24. Oktober müssten dann verschiedene Beispiele besprochen werden.

Ähnlich äußerte sich Rudi Drützler. Auch in der CDU-Fraktion herrsche noch keine durchgängige Meinung zum Thema Kombibad. Man sei „offen für alle Richtungen"; was auch immer herauskomme, es müsse mit der Bevölkerung abgestimmt werden.

Auf welchem „Mist" die Idee mit dem Kombibad geboren wurde, ist noch nicht klar. In Rastatt wurde just ein solches Projekt beschlossen, dort ist die, Rede von 25 Millionen Euro. Und Baden-Baden hat so etwas schon einmal vor rund 20 Jahren diskutiert: Schließung des Bertholdbades und Kombibad auf dem Hardberg. Beide Badeanstalten waren sanierungsbedürftig. Aus dem Projekt ist allerdings nichts geworden.

www.bnn.de

 


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