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Saison 2016

Liebe Mitglieder

Liebe Waldseebadfreunde

Ein trauriges Jahr liegt hinter uns. Zu Beginn der Saison wollte das Wetter nicht mitspielen und dann wurde Gaggenau am 12.06.2016 von einem Unwetter heimgesucht bei dem der Traischbach das Waldseebad überflutet. Unsere erste Reaktion, „wenn wir alle mit anpacken und sauber machen dann wird das wieder“, brachte leider nichts, zu groß ist die Verschmutzung die auch die Regenerationsteiche betrifft. Nach ablassen des Wassers sah man die Schäden am Beckenboden, an der Folie und in den Regenerationsteichen deutlich. Die Gemeinderatsfraktionen informierten sich vor Ort mit Bürgermeister Pfeffer über das Ausmaß. Es folgten Gespräche unsererseits mit den Fraktionen, bei denen wir unseren Standpunkt erklären konnten und uns für die Sanierung des Waldseebades einsetzten.

Was uns Sorge bereitet sind die Diskussionen in welcher Form das Waldseebad saniert werden soll. Biologisch-technisch (Naturbad), chemisch-technisch oder Kombibad weil auch das Hallenbad marode ist? Uns plagt die Frage wann endlich entschieden wird? Eine Wiedereröffnung in 2018 scheint inzwischen unwahrscheinlich.

Schon 2012 hat Hardy Gutmann in seinem Gutachten dem Waldseebad „Macken“ attestiert die behoben werden müssen. Er machte auch Vorschläge wie dies umgesetzt werden könne. Nach der Klausurtagung von Verwaltung und Gemeinderat am 25.07.2014, forderten wir in die Planungsphase zu gehen um im Falle eines Falles nicht unnötig Zeit zu verlieren. Geschehen ist das leider nicht. Wir haben jedoch erreicht das 3 Mio. Euro im städtischem Haushalt als Verpflichtungsermächtigung für das Waldseebad festgeschrieben wurden. Diese können nun genutzt werden.

Am Samstag den 26.11.2016 um 10 Uhr findet in der Jahnhalle eine Bürgerinformation zu den Gaggenauer Bädern statt. Es ist unbedingt nötig für unser Waldseebad und auch für das Hallenbad Flagge zu zeigen. Am Ende der Präsentationen sind Fragen aus der Bevölkerung ausdrücklich erwünscht. Wir bitten euch um zahlreiche Teilnahme.

Sabine Arnold
Freundeskreis Waldseebad

 

Argumente für ein Naturbad

09.11.2016 (FKW) - Für die anstehenden Beratungen ist dieser Bädervergleich als Referenzprojekt interessant. Ein Vergleich nicht von einem Ing.-Büro, sondern von Verwaltungsseite, der Göttinger Sport und Freizeit Verwaltungs GmbH der Stadt Göttingen, welche neben konventionellen Bädern auch ein Naturbad betreibt.

Präsentation Bädervergleich Stadt Göttingen

Man darf sich nicht nur von den Fehlern der Vergangenheit zum Thema Naturbad leiten lassen. Herr Grafinger hat in Gaggenau sehr viel verbrannte Erde hinterlassen, welche eine sachliche Diskussion schnell in den Hintergrund drückt. Es gibt durch aus auch Erfolgsgeschichten in Sachen Naturbad. In Göttingen baut man wegen der guten Erfahrungen mit dem NB Grone jetzt ein weiteres konventionelles Schwimmbad zu einem Naturbad um.

Von den fast 10 Betriebsjahren musste das Waldseebad nie wegen gesundheitlich, bedenklichen Wasserwerten schließen, was für das Naturbad Waldseebad spricht. Die aufgetreten optischen Mängel und Mehrkosten bei den Betriebskosten waren überwiegend auf die inzwischen von mehreren Gutachtern nachgewiesenen Baumängel zurückzuführen, welche aber generell kein Grund für eine Vorverurteilung der Naturbadtechnik sein können, wie das Beispiel Naturbad Grone zeigt.

Präsentation chlorfrei Baden

Naturerlebnisbäder – Vorteile gegenüber klassischen Freibädern:

  • Kostenersparnis in der Umbauphase
  • Niedrigere Betriebsmittelkosten, keine Kosten für Chemie und Abwasserentsorgung
  • Biologische Reinigung und Verzicht auf Chemie
  • Deutlich niedriger Energiebedarf und niedrige CO2 Emissionen
  • Hohe Besucherzahlen dank naturnaher Erlebnislandschaft und hohe Aufenthaltsqualität
 

Mut zum Naturbad!

Das besucherstärkste Freibad im Murgtal, verzeichnete in den letzten Jahren steigenden Zuspruch. Es ist der Gaggenauer Sommertreffpunkt für Jung und Alt. Ein Wohlfühlbad für Körper und Geist, zum Bewegen, Sporttreiben, eine Oase der Ruhe und Erholung von der Hektik des Alltags. Dieses seit über 85 Jahren bewährte Konzept passt so ideal in das neue Imageprogramm der Stadt Gaggenau „Länger (gesünder) Leben in Gaggenau“.

Pläne einer Beckenverkleinerung oder der Umbau zum Kombibad erteilt der Vorstand des Freundeskreises eine eindeutige Absage. Ein Hallenbad wird zum großen Teil von Schulen, Vereine und älteren Mitbürger genutzt. Das Waldseebad ist als Standort ungeeignet. Gründe hierfür sind zu lange Wege für Kinder und Senioren vor allem in den Wintermonaten. Ein neues Hallenbad gehört aus unserer Sicht in die Nähe einer Schule oder Sporthalle. Optionen wären hier das Schulzentrum Dachgrube in Bad Rotenfels, das Sportzentrum im Traischbachtal oder in Ottenau im Umfeld der Merkur Gemeinschaftsschule.

Neben den gesundheitlichen Aspekten sprechen vor allem wirtschaftliche Gründe für eine Naturbadlösung. Vorteile sind geringere Investitionskosten, durch Sanierung und Modernisierung der vorhandenen maroden Infrastruktur, damit verbunden eine kürzere Bauzeit. Also kein Neubau, wie beim Umbau zum konventionellen Freibad. Durch den Wegfall der Kosten für Chemie und Abwasserentsorgung sind bei einem Naturbad die Betriebskosten geringer, bei deutlich niedrigerem Energiebedarf und CO2 Emissionen. Hinzu kommt ein Mehrwert durch die chemiefreie und hautfreundliche Wasseraufbereitung. Nachteil ist ein erhöhter mechanischer Reinigungsaufwand durch Biofilme auf Treppen, Beckenwände und Beckenboden, was mehr Zeit für die Pflege beansprucht. Dies ist aber durch die Anschaffung moderner Reinigungsgeräte beherrschbar.

Das Naturbadthema ist in Gaggenau aufgrund der nicht eingetretenen, versprochenen Kosteneinsparungen und der im Laufe des Betriebs aufgetretenen Mängel inzwischen negativ besetzt. Dem muss man entgegenhalten, dass das Waldseebad in zehn Betriebsjahren nie wegen gesundheitsgefährdender Wasserwerte schließen musste. Das Unwetterereignis im Juni war höhere Gewalt und zeigte deutlich, dass das Waldseebad ein Hochwasserproblem hat. Im Fall der anstehenden Sanierung gilt diesem Thema besondere Berücksichtigung. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass ein funktionierendes Naturbad, in dieser Größe, mit aktueller Technik kein Problem darstellt. Deshalb plädiert der Vorstand des Freundeskreises für den Fortbestand des Waldseebades als Naturbad, welches nicht zu Tode diskutiert werden sollte. Viele „Waldseebadler“ wollen ihr Freibad so schnell als möglich zurück. Eine längere Schließung stößt auf breite Ablehnung.

Was die Steigerung der Besucherzahlen angeht, sehen wir noch Nachholbedarf bei der Attraktivität. Hier wünschen wir uns mehr Attraktionen im und am Wasser, z.B. eine Wasserrutsche. Ein gelungenes Beispiel konnten wir Ende Oktober beim letzten Naturbadbetreibertreffen in Trossingen begutachten. Bereits im ersten Jahr nach der Fertigstellung der Rutsche kamen 30 % mehr Badegäste in das Naturbad Troase.

Die Vorstandschaft
Freundeskreis Waldseebad e.V.


 

Naturbad Betreibertreffen in Trossingen

28.10.2016 (FKW) - Zu einem Erfahrungsaustausch hatte Daniela Glanzmann von der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer DGfnB nach Trossingen eingeladen. Mit einem kurzen Grußwort begrüßte Bürgermeister Dr. Clemens Maier die Teilnehmer der 12 Naturbäder überwiegend aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz. Gastgeber dieses Jahr war das Naturbad Troase, seit 2005 erfolgreich in Betrieb, erfreut es sich seither steigender Beliebtheit bei den Trossinger Bürgern und vielen Gästen im näheren Umland. Dieses Jahr besuchten über 35.000 Badegäste die Troase, so Troaseleiter Peter Pfriender. Anziehungspunkt ist die in der Region einmalige 83 m lange, in Holzoptik gestaltete Wasserrutsche. Bereits im ersten Jahr nach der Fertigstellung der Rutsche verzeichnete das Bad 30 % mehr Besucher. „So eine Rutsche könnten wir uns im Waldseebad auch vorstellen“, waren sich die beiden Vorstände des Freundeskreises Sabine Arnold und Jürgen Wörner einig.

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Nach Vorstellung der DGfnB durch Frau Glanzmann, folgte ein intensiver Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen rund um Pflege und Betrieb von Naturbädern mit vielen wertvollen Tipps. Beim Rundgang am Nachmittag durch die Troase bestand die Möglichkeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch unter Naturbadpraktikern.

Mit einer Abschlussdiskussion und einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen der DGfnB, schloss Frau Glanzmann die rundum gelungene Veranstaltung, bei der alle Teilnehmer wertvolle Impulse für die Arbeit in ihren Bädern mitnehmen konnten.

 


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