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Saison 2015

2015-07-17 BT

"Alles im grünen Bereich"

Waldseebad: Stadtverwaltung legt Ergebnisse der Wasseranalysen vor

Von Thomas Senger

Gaggenau - Die Stadtverwaltung hat gestern die neuesten Ergebnisse der Wasseranalysen für das Naturbad Waldseebad bekanntgegeben. "Alles im grünen Bereich", hieß es aus der Pressestelle. Damit war nicht das Erscheinungsbild von Schwimmbecken und Wasser gemeint, sondern die Qualität.

Wie berichtet, war das Naturbad am 6 Juli vorübergehend geschlossen worden, weil die Sichttiefe zu gering war. Die hohen Luft- und Wassertemperaturen hatten zu starkem Algenwachstum geführt. Die mikrobiologische Qualität des Badewassers sei aber auch zu diesem Zeitpunkt einwandfrei gewesen, betont die Stadt. Dies sei das Ergebnis einer außerplanmäßigen Probenentnahme durch ein Rastatter Labor vom 8. Juli. Am 13. Juli seien die Proben analysiert worden. Das Bad wurde am 11. Juli wieder geöffnet.

Untersucht wurde auf die drei Bakterienarten Escherichia coli (E. coli), Enterokokken und Pseudomonas. "Bei allen drei Bakterienarten liegt der Wert bei Null", so die Stadtverwaltung. Konkret geht es um den Parameter "Kolonie bildende Einheiten" (KBE).

Eine der beiden Entnahmestellen war der Kontrollschacht am Regenerationsteich 3 (jenseits der Zufahrtstraße). Dieser Teich ist der letzte vor Wiedereinleitung des Wassers ins Schwimmbecken. Als Grenzwert gelten an dieser Stelle 10 KBE pro 100 Milliliter. "Der Wert von null bei allen drei Bakterienarten beweist: Der Reinigungskreislauf funktioniert", versichert Pressesprecher Manfred Mayer.


Arbeitsgruppe konstituiert sich


Die zweite Entnahmestelle war am Mittelsteg des Schwimmbeckens im Schwimmerbereich. Als Grenzwert gelten dort 100 KBE pro 100 Milliliter. Bei Enterokokken und Pseudomonas wurden null KBE gemessen; bei Escherichia coli 10 KBE/100 ml.

Die Wassertemperatur habe an der Entnahmestelle Regenerationsteich 27,4°C betragen und im Schwimmbecken 27°C. Somit könne man davon ausgehen, dass die Reinigung bei hohen Wassertemperaturen gewährleistet sei. Üblicherweise werde die Wasserqualität alle zwei Wochen gemessen. Die letzte reguläre Messung vor der Schließung war am 29. Juni. Auch damals seien alle Werte in Ordnung gewesen.

Zwischenzeitlich hat sich der Freundeskreis Waldseebad zu Wort gemeldet. "Trotz aller Erklärungsversuche hält sich bei einigen Gaggenauern das Gerücht vom ,umgekippten? Badewasser hartnäckig", schreibt Vorsitzende Sabine Arnold. Dafür gebe es keinerlei Grundlage, denn die Laboranalyse bescheinige "eine hervorragende Wasserqualität und das, obwohl das Bad mit einem großen Besucherandrang zu kämpfen hatte". Auch die untersuchten Algen seien harmlos, verweist sie auf die Grün- und Kieselalgen, die für die Trübung gesorgt hatten.

"Aufgrund der aktuellen Ereignisse hat die Stadtverwaltung nun reagiert und für kommende Woche die konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe Waldseebad anberaumt", berichtet Arnold. In dieser Arbeitsgruppe sind neben Bürgermeister Michael Pfeiffer, Stadtratsfraktionen und Verwaltung auch Vorstandsmitglieder des Freundeskreises vertreten. "Dabei geht es um die Zukunft unseres geliebten Bades", so Arnold.

Im Waldseebad liegen bei den Umkleiden Fragebögen aus. Der Verein möchte die Wünsche und Anregungen der Badegäste in die Beratungen einfließen lassen. Bei einer der Fragen geht es darum, ob das Waldseebad ein Naturbad bleiben solle oder nicht. Der Vorstand des Freundeskreises hat sich allerdings schon vor Ende der Fragebogenaktion festgelegt: Das Waldseebad soll "in seiner jetzigen Art erhalten" bleiben (BT vom 11. Juli).

Der Fragebogen kann auch im Internet ausgefüllt werden:

Mach mit bei unserer Waldseebad-Online-Umfrage  "Zukunft Waldseebad"

...einfach unten auf den Brief Umfrage klicken ...

ihre meinung

Zum Thema I

Naturbad nicht vergleichbar mit Badesee

Gaggenau (uj) - Beim Thema "Sichttiefe" stellt sich die Frage, weshalb die Stadtverwaltung die Reißleine gezogen hat, als diese weniger als einen Meter betrug, während in Baggerseen solch ein Wert häufig nicht erreicht wird. "Die Stadt hat richtig gehandelt", betont Martin Höfer vom Gesundheitsamt Rastatt. Bei einem Schwimmbad, wie es auch das Gaggenauer Naturbad darstellt, spielt im Zusammenhang mit der Badaufsicht die Sichttiefe eine entscheidende Rolle.

Anders verhalte es sich bei Badeseen/Baggerseen, wo die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) die Aufsicht übernehme - auf freiwilliger Basis. Und: "Bei Seen geschieht das Baden auf eigene Gefahr", betont Höfer. Bei einer geringen Sichttiefe könne nur vom Baden abgeraten werden, ein Badeverbot sei nicht möglich. Im 14-Tage-Rhythmus kontrolliere das Gesundheitsamt die Qualität hinsichtlich der Einhaltung der EU-Badegewässerverordnung. Werden bei den routinemäßigen Kontrollen starke Verunreinigungen oder starkes Algenwachstum festgestellt, warnt das Gesundheitsamt über die zuständigen Ordnungsbehörden die Bevölkerung und erlässt bei Erfordernis im Einzelfall auch ein zeitlich befristetes Badeverbot.

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2015-07-11 BNN

Waldseebad öffnet wieder

Nötige Sichttiefe ist wieder hergestellt / Besuchszeit bis 21 Uhr verlängert

Gaggenau (BNN). Das Waldseebad öffnet am heutigen Samstag wieder regulär um 9 Uhr. Solange die sommerliche Witterung anhält, schließt das Bad auch erst um 21 Uhr, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Das Badepersonal hat die Zeit seit der Schließung am Montagabend dazu genutzt, das Becken intensiv zu reinigen und den Boden zu saugen. Darüber hinaus wurde Frischwasser zugeführt. Auch die kühlen Nachttemperaturen haben dazu beigetragen, dass die Sichttiefe im Waldseebad sich wieder gebessert hat. Derzeit beträgt sie fast zwei Meter, so dass der Boden im Nichtschwimmerbereich deutlich sichtbar ist. Die Stadtverwaltung hatte sich als

Betreiber gezwungen gesehen, das Bad vorübergehend zu schließen, nachdem die Sichttiefe auf unter 70 Zentimeter gesunken war (wir berichteten). Künftig wird immer montags ab 18 Uhr eine halbe Stunde Wassergymnastik im Nichtschwimmerbecken angeboten, so die Stadt.

Unterdessen teilt der Freundeskreis Waldseebad mit, auch künftig alles zu tun, um das Bad, dessen Lebensdauer nur für maximal fünf Jahre bescheinigt wurde, zu erhalten. Das sei mitunter ein Kraftakt.


Stadtgespräch


 Keine Petitesse

Die gute Nachricht zuerst: Das Waldseebad ist heute ab 9 Uhr wieder geöffnet. Hat doch so manch großer und kleiner Waldseebad-Fan mächtig gegrantelt, als die Stadtverwaltung am Montag das beliebte Naturbad bis auf Weiteres geschlossen hatte. Ausgerechnet während der Hitzewelle, zur Unzeit also für ein Freibad, sollte den Besuchern die kühle Ganzkörpererfrischung verwehrt bleiben. Nicht auszuhalten! An dieser Stelle sei daran erinnert: Nicht trotz der Hitze hatte die Stadt das Bad dichtgemacht, sondern genau wegen ihr. Denn an den Tagen zuvor strömten durchschnittlich 2.500 Besuchern ins Waldseebad - so viele wie seit der Eröffnung 2006 nicht mehr. Mit der logischen Folge, dass sich besonders Schwebealgen explosionsartig vermehrten und das Wasser stark eintrübten. Warum? Zum einen wegen der tropischen Witterung selbst. Zum anderen weil die durch den Menschen abgesonderten (harmlosen) Keime oder Ausscheidungen ein wahres Schlaraffenland für Algen bieten. Fäkalien sind dabei besonders „nährstoffreich", sagen Experten. Dass die Stadtverwaltung umgehend den Stecker zog, war umsichtig und die einzig richtige Entscheidung. Nicht aufgrund der Wasserqualität - Beprobungen haben immer noch gute Ergebnisse gezeigt -, sondern weil die Sicherheit der Badegäste aufgrund zu geringer Sichttiefe auf dem Spiel stand. Nicht auszudenken, ein Kind (oder ein Erwachsener) wäre kollabiert und im Getümmel unter dem trüben Wasser nicht rechtzeitig entdeckt worden! Trübes Wasser mit mangelnder Sichttiefe ist keine Petitesse. Es gehört zum Wesen eines Naturbades, dass ein natürlicher Regenerationskreislauf Chemiekeulen, allen voran Chlor, ersetzt. Wer sich also für das Waldseebad entscheidet, der muss auch die naturgegebenen Folgen in Kauf nehmen.

Und wenn am Wochenende die Menschen wieder zu Tausenden ins Bad strömen, mögen doch die Übeltäter an sich halten und sich auf den Toiletten erleichtern! Christian Hensen

www.bnn.de

 

2015-07-11 BT

Im Blickpunkt

Waldseebad öffnet heute wieder

Gaggenau (red) - Das Waldseebad öffnet am heutigen Samstag wieder regulär um 9 Uhr. Solange die sommerliche Witterung anhält, schließt das Bad erst um 21 Uhr, nicht um 20 Uhr. Die Stadt hatte sich als Betreiber gezwungen gesehen, am Montag das Bad zu schließen, nachdem die Sichttiefe auf unter 70 Zentimeter gesunken war. Die Sicherheit der Badegäste sei nicht mehr gewährleistet gewesen.

Das Badepersonal habe die Schließung genutzt, das Becken intensiv zu reinigen und den Boden zu saugen, was während des regulären Betriebs nicht möglich gewesen wäre. Darüber hinaus wurde Frischwasser zugeführt. Auch die kühlen Nachttemperaturen haben dazu beigetragen, dass die Sichttiefe derzeit fast zwei Meter betrage, "so dass der Boden im Nichtschwimmerbereich deutlich sichtbar ist".

Freundeskreis-Vorstand will Naturbad erhalten

Sabine Arnold und Jürgen Wörner mahnen Folgerungen aus dem Gutachten an

Gaggenau (red) - Zur kurzzeitigen Schließung des Naturbads und zur Algenbildung hat sich gestern der Freundeskreis Waldseebad zu Wort gemeldet: Der Freundeskreis setze sich "mit aller Kraft dafür ein, dass das wunderschöne Waldseebad in seiner derzeitigen Lage und Art auf Dauer erhalten bleibt".

Die außergewöhnlichen Temperaturen haben zu übermäßig starker Vermehrung frei schwebender Algen und somit zur Verringerung der vorgeschriebenen Sichttiefe geführt. Dies sei ebenso am Bodensee und mehrfach in der Vergangenheit an Badeseen zu beobachten gewesen. "Diese rein optische Beeinträchtigung des Badewassers ist aber, gerade bei hohen Besucherzahlen - über 11000 Badegäste in einer Woche - und hohen Temperaturen auch nachts, eine Herausforderung für die Badeaufsicht", gibt der Freundeskreis zu bedenken. "Das Badepersonal tut wirklich sein Bestes, um die Situation zu verbessern und auch Mitglieder und Vorstandschaft des Freundeskreises stehen auf Abruf, wenn wir irgendwie helfen können. Und natürlich tut auch die mangelhafte Hydraulik ihr Übriges dazu", betonen Vorsitzende Sabine Arnold und Stellvertreter Jürgen Wörner. "Mit großem Ernst erinnern wir zum wiederholten Male an das Gutachten vom Mai 2012, in dem Hardy Gutmann ausführte, dass die fehlerhafte Bauausführung des damaligen Badplaners dem Waldseebad "nur noch eine maximale Lebensdauer von drei bis fünf Jahren" ermöglichen werde. Große Hoffnung setze der Freundeskreis in die Arbeit des sich nun konstituierenden Arbeitskreises aus Stadtverwaltung, Gemeinderat und Freundeskreis.

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Waldseebad hat ab Samstag 11.07. wieder geöffnet!

Liebe Mitglieder,
Liebe Waldseebadfreunde

das Waldseebad hat ab Samstag 11.07. wieder von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr geöffnet!

BadenTV10072015

Was war geschehen? -  Die außergewöhnlichen Temperaturen der letzten Woche ließen auch die Wassertemperatur im Waldseebad steigen, dies führte dazu das bestimmte Algenarten, die sich im sauberen warmen Wasser sehr wohl fühlen, übermäßig stark vermehrten. Diese bilden keine Klumpen oder lagern sich am Boden an, sondern schwimmen (schweben) frei im Wasser umher und führten so zu der Wassertrübung und Verringerung der vorgeschriebene Sichttiefe. Dies hat überhaupt nichts mit irgendwelchen Keimbelastungen oder „Umkippen des Wassers“ zu tun, wie viele jetzt behaupten. Die Wasserproben vom 30.06.15 waren allesamt in Ordnung. Wir sind sicher das auch die am Montag entnommene Probe keine Beanstandungen aufweist.

Diese rein optische Beeinträchtigung des Badewassers war aber, gerade bei den hohen Besucherzahlen, eine Herausforderung für die Badeaufsicht, welche in diesem Fall die Sicherheit der Badegäste nicht mehr garantieren konnte. Deswegen die vorübergehende Schließung. Nun ist die Sichttiefe wieder gegeben und wir freuen uns euch dies mitteilen zu können.

Aktuell: Bericht Baden TV 10.07.2015

Ein sonniges Badewochenende wünscht euch die Vorstandschaft des Freundeskreis Waldseebad e.V. 

FKW05072015
Bild: Sonntag 05. Juli 2015 - neuer Besucherrekord

 


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