Folie raus, Betonboden rein?
Waldseebad: Welliger Untergrund ist Mitursache für technische Probleme
Von Thomas Senger
Gaggenau - Von einem Kopf-an-Kopf-Rennen spricht man gerne, wenn bei einem Schwimmwettkampf die Konkurrenten bis zum Schluss um den Sieg kämpfen müssen. Bei den Besucherzahlen der Gaggenauer Freibäder hatte dieses Jahr wieder einmal das Waldseebad die Nase vorn. Doch wie wird es in einigen Jahren sein? Ist dann das beliebte Freibad überhaupt noch am Start? Der Freundeskreis des Naturbads ist alarmiert - nicht ganz zu Unrecht.
Alarmiert ist der Freundeskreis wegen einer Äußerung der Freien Wähler Gaggenau (FWG) zu den anstehenden Sanierungen in allen drei Freibädern: Die FWG werde das Geld für Ottenau und Sulzbach in jedem Fall billigen. "Über die Zukunft des offensichtlich sehr teuer werdenden Waldseebads" mache man sich hingegen "große Sorgen", hatte Fraktionschef Ferdinand Hurrle Anfang September gesagt.
Große Investitionen stehen an - nicht nur im Waldseebad, auch in Ottenau und in Sulzbach. An die anderthalb Millionen fürs Kuppelsteinbad; die Ertüchtigung des Sulzbacher Freibads könnte mindestens einen sehr hohen sechsstelligen Betrag kosten, vermutet man in Fachkreisen.
Die Waldseebadfreunde fürchten, dass bei den Stadtteilbädern die politischen Würfel pro Sanierung schon gefallen sind - während das Waldseebad in der Kernstadt eine Warteschleife nach der anderen dreht - und letztlich auf dem Trockenen sitzen bleibt. Vor Gericht läuft noch das Verfahren gegen Naturbadplaner Rainer Grafinger.






