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Saison 2014

2014-10-07 BT

Millionen für alle drei Freibäder

Gemeinderat einstimmig

Gaggenau (tom) - Einstimmig billigte der Gemeinderat gestern Abend weitere Millionen für den Erhalt der drei Freibäder im Stadtgebiet.

Zum einen werden die Betreibervereinbarungen für die in Vereinsregie betriebenen Freibäder in Ottenau und Sulzbach für den Zeitraum 2016 bis Ende 2025 angepasst:

Das Freibad Ottenau erhält einen Betriebskostenzuschuss von 32.000 Euro jährlich (bisher 40.000 Euro). In den Jahren 2016 und 2017 gibt es einen Zuschuss für die Beckensanierung von insgesamt 810.000 Euro. Für Ottenau werden also in zehn Jahren 1,13 Millionen Euro städtisches Geld zugesagt.

Das Freibad Sulzbach erhält Betriebskostenzuschüsse von jährlich 30.000 Euro (bis Ende 2017), dann 24.000 Euro. Die anschließende Beckensanierung wird mit maximal 440.000 Euro bezuschusst. Für Sulzbach gibt es also maximal 692.000 Euro in zehn Jahren.

Bei beiden Bädern geht die Stadtverwaltung davon aus, dass durch die Sanierungen die Betriebskosten sinken, folglich auch die Zuschusshöhe. Alle zwei Jahre soll die Höhe der Betriebskostenzuschüsse überprüft werden.

Für das städtisch betriebene Waldseebad werden für die Sanierung mindestens drei Millionen Euro ab 2015 als Rücklage vorgehalten. Eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Freundeskreises Waldseebad soll über die Sanierungsvariante beraten. Laut Bürgermeisterin Brigitte Schäuble kann dabei auch ausdrücklich über eine Rückwandlung des Naturbads in ein chemisch-technisches Bad nachgedacht werden.

Sprecher aller Fraktionen machten gestern deutlich, dass die drei verbliebenen Freibäder erhalten werden müssten. "Wir brauchen alle drei", betonte Ferdinand Hurrle für die FWG.

www.badisches-tagblatt.de

 

2014-10-04 BNN

Stadtgespräch


Beschluss war gestern

In der Gaggenauer Bäderfrage (ja, es gibt sie noch - oder besser: wieder) darf am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderats Klarheit erwartet werden. Nach nicht öffentlichen Beratungen mit der Verwaltung und einzelnen Partei-Stellungnahmen vorab in der Öffentlichkeit zeichnet sich ein mehrheitsfähiger Weg ab. Und der lautet: Alle drei Freibäder sollen umfassend saniert werden, die Stadt will das Geld hierfür bereitstellen. Und zwar nacheinander: In der Reihenfolge Ottenau (2016/17) vor Sulzbach (2018/19) und später ins Waldseebad (Zeitpunkt unbestimmt) sollen die Investitionsmittel üppig fließen.

In der Summe geht es um mehrere Millionen Euro für die Freiwilligkeitsleistung Freibäder. Die nach wie vor sehr gute Finanzlage der Stadt macht's möglich. Eines sollte aber auch klar sein - und endlich von Rathausspitze und Gemeinderat, der am Montag das Konzept beschließen soll, auch offen ausgesprochen werden: Der Gaggenauer Ein-Bad-Beschluss, der dem städtischen Waldseebad eine Vorrangstellung einräumt, gilt mit diesem neuen Konzept de facto nicht mehr.

Im Jahr 2003 wurde dieser Beschluss noch unter OB Schulz - unter vielen "Geburtswehen" und vor dem Hintergrund einer angespannten Finanzlage der Stadt - mehrheitlich von der "Großen Koalition" (mit CDU- und SPD-Stimmen) gefasst. Der Ein-Bad-Beschluss sagt aus, dass sich die Stadt aus finanziellen Gründen auf nur noch ein zukunftsfähiges Freibad in eigener Trägerschaft beschränkt. Die Standortwahl fiel später folgerichtig auf das Waldseebad, das Freibad in Bad Rotenfels wurde geschlossen und für die Standorte Ottenau und Sulzbach griff die Klausel, wonach neben dem einen städtischen Bad private oder vereinsbetriebene Bäder zusätzlich möglich seien.

Für diese beiden Bäder wurden danach Betreibervereinbarungen geschlossen, welche die Höhe der städtischen Investitionszuschüsse strikt auf niedrigem Niveau limitierte. Jedermann war damals klar, dass das Aus für die Stadtteilbäder kommen würde, stünde eine umfassende (und teure) Sanierung ins Haus. Ende 2015 laufen diese Betreibervereinbarungen aus - und danach soll nach dem jetzigen Konzept finanziell so richtig geklotzt werden. Sparen war halt gestern.

Beispiel Ottenau: Für zehn Jahre (2006 bis 2015) war der Investitionszuschuss der Stadt bisher auf zusammen 200.000 Euro (20.000 pro Jahr) beschränkt - jetzt sind für nur zwei Jahre (2016/17) 810.000 Euro vorgesehen. Ein stolzes Plus.

Die Stadt zahlt nach dem 60-40-Modell den Großteil der in den Vereinsbädern anstehenden Investitionen, so steht es in dem jetzigen Konzept für Ottenau und Sulzbach; was nichts anderes bedeutet als: Die Stadt finanziert letztlich halt doch drei Freibäder, der - formal nicht aufgehobene - Ein-Bad-Beschluss war gestern.

Gaggenau legt sich mit dem Konzept finanziell auf Jahre hinaus mit hohen Ausgaben für die drei Freibäder fest. Das Versprechen, viel Geld in alle Bäder zu stecken, wird Christof Florus in seinem OB-Wahlkampf zugute kommen. Das Konzept wird aber nur aufgehen, wenn sich die gute Finanzlage der Stadt auf Dauer fortschreiben lässt. Wenn nicht, könnten entweder Teile des mittel- bis langfristigen Konzepts Makulatur werden oder aber Rathausspitze und Gemeinderat müssten dann erklären, wo sie an anderer Stelle Geld wegnehmen. Thomas Dorscheid

 

www.bnn.de

 

2014-10-04 BT

"Das Waldseebad steht nicht zur Option"

Grünen-Ortsverein Murgtal bezieht Stellung

Gaggenau (red) - "Die von Ferdinand Hurrle kürzlich angestoßene Diskussion zum Erhalt der Freibäder in Gaggenau stößt bei den Grünen in Gaggenau auf Verwunderung", meldet sich der Grünen-Ortsverein Murgtal zu Wort. "Auch gerade deshalb, weil der Fraktionsvorsitzende der FWG im Gaggenauer Gemeinderat das Waldseebad gegenüber dem Kuppelsteinbad in Ottenau in Anbetracht höherer Sanierungs- und Unterhaltskosten anscheinend in Frage stellt", erläutert Grünen-Stadtrat Dr. Kirsten Lehnig. Aber alle drei noch vorhandenen Freibäder gehörten fest zum Gaggenauer Freizeitangebot und seien gerade auf ein auf die Zukunft gerichtetes Tourismuskonzept kaum verzichtbar. "Es ist selbstverständlich, dass die Sanierung der Reihe nach vonstattengehen muss", stellt Lehnig klar. Die Planungen für die Finanzierung, die sich über mehrere Jahre hinstrecken, sollten aber sicherstellen, dass auf lange Sicht auch das Waldseebad Gaggenau erhalten bleibt. Ortsvereinssprecher Eric Peplau fordert daher, die Diskussion über die Schließung eines oder mehrerer Bäder zugunsten eines anderen zu beenden und die Problematik auf den Erhalt aller vorhandenen Bäder zu lenken.

"Gerade das Waldseebad aber, das durch seine einmalige Lage, Größe und Schönheit einzigartig in Süddeutschland ist, muss unter allen Umständen als touristische Attraktion der Stadt und seinen Bürgern erhalten bleiben", führt Peplau aus. Hier öffentlich von "großen Sorgen" hinsichtlich des Naturbads zu sprechen, wie es Hurrle getan habe, "ist kurzsichtig und führt alle Diskussionen in eine vollkommen falsche Richtung."

Talblick: DauerbrennerBT-Talblick


Viel Biologie ist im Waldseebad im Spiel. Fragen über Fragen tauchten aus dem grünen Wasser auf, wenn man dieses Bild strapazieren möchte. Beim Anhörungstermin vor dem Baden-Badener Landgericht kam wenig Greifbares heraus. Nur eines: Äußert komplex sind die Zusammenhänge, die es zu klären gilt. Ob der Planer bei der Umwandlung zum Naturbad denn Fehler gemacht hat? Das müssen die Expertengutachten an den Tag legen. Und wenn eine Expertise nicht das gewünschte Ergebnis bringt, dann kann man ja weitere in Auftrag geben. Und das kann dauern, drei davon gibt es bereits. Fakt ist: Da haben viele Algen noch lange ein Biotop, bis die Frage, wer und was für deren Existenz verantwortlich ist, im wahrsten Sinne des Wortes "geklärt" sein wird. Markus Mack

www.badisches-tagblatt.de

 

2014-10-02 BT

Weitere Millionen für die Freibäder geplant

Gemeinderat befindet in seiner nächsten Sitzung über städtische Zuschüsse und Investitionen

Gaggenau (tom) - Die Stadtverwaltung will alle drei Freibäder in der Großen Kreisstadt auf lange Sicht erhalten. Dies geht aus den Unterlagen für die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderats hervor. Das Gremium tagt am Montag, 6. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus.

Die Bäder in Ottenau und Sulzbach werden von Vereinen in Eigenregie betrieben. Die Stadt gewährt Zuschüsse. Das Waldseebad ist in städtischem Eigentum.

Die Betreibervereinbarungen mit den Schwimmbadvereinen Ottenau und Sulzbach laufen Ende 2015 aus. Für das Waldseebad laufen die Abschreibungen für das Becken bis 2026. Deshalb soll es so lange wie möglich im derzeitigen Zustand betrieben werden, schlägt die Verwaltung vor.

Waldseebad Gaggenau: Für die Sanierung des Naturbads werden Summen zwischen netto 2,3 Millionen und rund 3,9 Millionen Euro angenommen. Die Unterschiede resultieren aus den Sanierungsvarianten: Billiger wäre es, die Regenerationsteiche in das jetzige Schwimmbecken zu verlegen. Dadurch ginge aber ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Traditionsbads verloren: Seine große Wasserfläche von rund 4300 Quadratmetern (vor dem Umbau in ein Naturbad 2006 war sie noch größer).

Hinzu kommen Kosten für die Stabilisierung des Beckenbodens. Wegen mutmaßlicher Fehlplanung ist er stark gewellt und kann nur schwer gereinigt werden. Die Stabilisierung des Bodens eines verkleinerten Beckens (2500 Quadratmeter) würde netto 450000 Euro kosten; allerdings würden 220000 Euro dazu kommen für den Umbau der jetzigen Regenerationsteiche in Parkplätze. Bei weiterhin 4300 Quadratmetern Schwimmbecken wären es knapp 775000 Euro für die Stabilisierung des Bodens.

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