Erst mal nur die Zehenspitzen ...
Waldseebad ist für Saison gerüstet / Jetzt fehlen nur noch die Badegäste
Gaggenau (ane). Die Sonne erinnerte zwar mit voller Kraft daran, dass es nicht mehr weit ist bis zum Sommer. Allein die Wassertemperaturen waren wenig verlockend. Mit 15,5 Grad Celsius konnte das frische Nass am Morgen zwar bei den Modellschiffen punkten. Schwimmer waren am Samstag bei der Eröffnung der Freibadesaison deutlich in der Minderheit.
Dafür aber erstrahlte das Bad in frühjahrsfrischem Glanz. Der Freundeskreis hatte zuvor mächtig Hand angelegt, die Stege in der Mitte des Bads erneuert und die Überlaufrinnen darunter erhöht, damit kein Wasser mehr verloren geht. Obendrein wurden Schrubber und Besen geschwungen. +++ Richtigstellung vom Freundeskreis: Beckengeneralreinigung, Reparatur der Stege und Überlaufrinnen wurden nicht vom Freundeskreis, sondern von Fachfirmen im Auftrag der Stadt ausgeführt (siehe Pressemitteilung der Stadt Gaggenau) +++ Was für das Waldseebad gilt, erstreckte sich auch auf das „Chaos-Kiosk-Team" von Liane Götz, allen voran Petra Hoffmann, die gemeinsam mit Ehemann Peter seit fünf Jahren dafür sorgt, dass auch der gastronomische Part nicht zu kurz kommt. „Wir putzen zwar alles extrem gründlich, bevor wir schließen. Aber trotzdem brauchen wir vor der Wiedereröffnung eine gute Woche, um alles wieder auf Vordermann zu bringen." Putzen, Maschinen aus dem Winterlager holen, die Warenregale neu bestücken und auch rings um den Kiosk für ein bisschen Atmosphäre sorgen.
Denn genau das habe ein so feines Bad wie das ihre verdient, schwärmt sie von der Kulisse, die sich ihr dort jeden Tag bietet.
15,5 Grad - mehr war bei Eröffnung nicht drin
Und während sie noch die Blumen auf den kleinen Tischchen arrangiert, kommt Bewegung in die fast spiegelglatte Wasseroberfläche. Claudia Mnich hat sie durchbrochen, die Augen geschützt durch eine Schwimmbrille. Ruhig zieht sie ihre Bahnen. Allein die prächtigen Boote, aus der Ferne mit Funk gelenkt, teilen sich die Fläche mit ihr.