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Start News 2018-02-19 BNN

2018-02-19 BNN

Endspurt kurz vor Beginn der Saison

In den Freibädern in Gaggenau sind zurzeit rege Baumaßnahmen im Gange

Von BNN Mitarbeiter Joachim Kocher

Gaggenau. In circa zweieinhalb bis drei Monaten werden voraussichtlich die Schwimmbäder im Murgtal wieder geöffnet. In einigen Freibädern zwischen Gaggenau und Forbach standen beziehungsweise stehen Sanierungsarbeiten an. Die BNN informieren in zwei Beiträgen über den Stand der Arbeiten und Planungen. Im ersten Beitrag beleuchtet BNN-Mitarbeiter Joachim Kocher die Schwimmbäder in Gaggenau.


Freibäder werden für den Badebetrieb fit gemacht


Gaggenau verfügt derzeit über drei Freibäder, das städtische Waldseebad das Kuppelsteinbad in Ottenau sowie das Freibad in Sulzbach, die beide durch die örtlichen Schwimmbadvereine betrieben werden.

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Bild: DAS WALDSEEBAD wird in ein Mischbad mit einem großen Naturbadbecken und einem Technikbecken umgebaut. Der Beschluss im Gemeinderat dazu erfolgte im Mai vergangenen Jahres. Foto: ko

Gaggenaus Waldseebad, das im Juni 2016 durch ein heftiges Unwetter überschwemmt wurde und seither nicht mehr genutzt werden kann, soll gemäß des Gemeinderatsbeschlusses von 29. Mai des vergangenen Jahres in ein Mischbad mit einem rund 2 100 Quadratmeter großen Naturbadbecken (dies ist etwa halb so viel wie bisher) und einem Technikbecken mit rund 700 Quadratmeter umgebaut werden. Die Planungsbüros sind vom Gemeinderat beauftragt. Der Gemeinderat fasste hierzu am 4. Dezember des vergangenen Jahren die notwendigen Beschlüsse. Die Vorplanungen haben begonnen. Aufgrund der Bedeutung des Waldseebades soll nach Aussage der städtischen Pressesprecherin Judith Feuerer die Bevölkerung und der „Freundeskreis Waldseebad“ frühzeitig in die Planungen eingebunden werden.

Der bereits im vergangenen Jahr begonnene Beteiligungsprozess wird auch 2018 fortgesetzt. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Planungen bis Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sind. Parallel dazu werden Vorbereitungen für das Baugenehmigungsverfahren in die Wege geleitet.

Wie die städtische Pressesprecherin Judith Feuerer auf BNN-Anfrage betonte sei es das Ziel, im Frühjahr 2019 mit dem Bau zu beginnen. Angestrebt wird eine Wiedereröffnung des Waldseebades für den Sommer 2020.


Mehrere Millionen Euro werden verbaut


Die Kosten wurden durch die Berater der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen für das Mischbad auf circa 6,4 Millionen Euro geschätzt. Ob der Kostenrahmen gehalten werden kann, so Feuerer, ist mit Blick auf die aktuell allgemein steigenden Preiserhöhungen im Baugewerbe allerdings offen.

Das Kuppelsteinbad in Ottenau wurde im Winterhalbjahr 2016 / 2017 saniert. Dabei erhielt das Schwimmbad unter anderem ein neues Schwimmbecken. Das Kuppelsteinbad wurde Pfingstsonntag 2017 eröffnet. Derzeit finden im Bereich des Kuppelsteinbades erneut Baumaßnahmen statt. Ausschlaggebend hierfür sind Hochwasserschutzmaßnahmen am Selbach.

Mit den Bauarbeiten wurde Ende November vergangenen Jahres begonnen.

Wie Gaggenaus Oberbürgermeister Christof Florus vor dem Gemeinderat betonte, sollen die Arbeiten zum Hochwasserschutz im Schwimmbadbereich vor Beginn der Badesaison abgeschlossen sein.

Auch am Sulzbacher Freibad stehen umfangreiche Umbauarbeiten an, mit denen, wie Ortsvorsteher Artur Haitz sagte, nach der diesjährigen Badesaison begonnen werden soll. Der Schwimmbadverein Sulzbach, so dessen Vorsitzender Kai Bornemann, geht von Gesamtkosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro aus. Das Bad erhält ein Edelstahlbecken.

Wie Jürgen Kohm, Vorstandsmitglied des Schwimmbadvereines Sulzbach während der letztjährigen Mitgliederversammlung betonte, soll die Wasserfläche im Zuge der Umbauarbeiten von bisher 828 Quadratmeter auf rund 600 Quadratmeter reduziert werden.

Die Stadt Gaggenau, so Ortsvorsteher Artur Haitz, unterstütze das Vorhaben mit 60 Prozent der Kosten, der Zuschussbetrag sei jedoch auf 440.000 Euro „gedeckelt“.

Wie Ortsvorsteher Artur Haitz weiter mitteilte, soll im Zuge der Umbauarbeiten am Schwimmbad auch die Hochwasserproblematik im Bereich des Schwimmbades angegangen und die vorhandene Sulzbachverdolung mit einem Durchmesser von 600 bis 800 Millimeter durch Rohre mit einem Durchmesser von 1 000 Millimeter ausgetauscht werden.

Laut Auskunft des planenden Büros fallen hierbei Gesamtkosten in Höhe von 200.000 Euro an.

www.bnn.de

 

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