Kneipp Tretbecken saniert
Im Waldseebad kann wieder gekneippt werden
17.06.2013 (FKW) - Auf vielfachen Wunsch unserer Badegäste, hat sich der Freundeskreis der Kneipp Wassertretstelle angenommen. Noch trostlos der Anblick zum Beginn der Saison. Im mehreren Arbeitseinsätzen haben wir den bachseitigen Wassereinlass und die Schieber gereinigt und gangbar gemacht. Im Tretbecken lose und fehlende Bodenfliesen ergänzt, Risse und Fugen abgedichtet. Zum Abschluss hat der Handlauf einen neuen Anstrich bekommen. Aufgrund der schlechten Witterung im Mai, konnten die Arbeiten nicht rechtzeitig zu Saisonbeginn abgeschlossen werden.
Nach den Unwettern Anfang Juni mussten wir das inzwischen hergerichtete Wassertretbecken nochmals komplett reinigen. Auch der Traischbach und der Wassereinlauf musste von Sand und Treibgut nochmals befreit werden.
Heute präsentiert sich das Tretbecken wieder in neuem Glanz, und erinnert an die Ursprünge des Waldseebades, das auf Initiative von Bürgermeisters August Schneider und des Kneipparztes Dr. Richard Rahner Ende der 1920er Jahre gebaut wurde. Schon damals standen Erholung und Gesundheit im Vordergrund. Dem Freundeskreis war es deshalb ein großes Anliegen mit dem Projekt „Kneipp Wassertretbecken“ an diesen Leitgedanken zu erinnern.
Das Wassertreten
Am schönsten ist diese Anwendung in der Natur: in einem Bach, an einem flachen Seeufer oder in einem Kneipp-Becken. Das Wassertreten wirkt wohltuend, erfrischend und heilsam nicht nur bei Nervosität, Stress und Erschöpfung, sondern auch – unter anderem – bei Kopfschmerzen, Einschlafstörungen, bei müden Beinen oder übermäßig schwitzenden Füßen. Nicht zuletzt ist es auch eine angenehme Mini-Erfrischungskur bei großer Hitze oder während einer Wanderung. Es stärkt die Abwehrkräfte und harmonisiert das gesamte vegetative Nervensystem (also alle willensunabhängigen Körperfunktionen). Je öfter Sie Wasser treten, desto besser wird es Ihnen gehen!
So wird’s gemacht:
Das Wasser soll bis zwei Handbreit unters Knie reichen. Vor Beginn müssen Ihre Füße unbedingt gemütlich warm sein. Nun stapfen Sie wie der Storch im Salat durchs kalte Wasser. Bei jedem Schritt einen Fuß ganz aus dem Wasser heben. Wenn man die Kälte schneidend an Füßen und Unterschenkeln spürt, ist der richtige Zeitpunkt, um auszusteigen. Füße nicht abtrocknen, nur das Wasser mit den Händen abstreifen und ein wenig herumlaufen, damit die Füße wieder warm werden.
Eine Bitte
Halte das Becken sauber. Verlasse es so wie du es angetroffen hast. Werfe kein Dreck, Blätter oder Gras in das Becken. Dies ist ein Tretbecken und kein Schlammbad oder Kinderplantschbecken. Nehme Rücksicht auf andere.
Das Heilprinzip
Die Wirkung der Kneippschen Wasseranwendungen beruht auf der Stärkung der Selbstheilungskräfte des Körpers durch milde bis kräftige Reize. Die vom Wasser ausgehenden kalt-warmen Temperatureinflüsse regen den Blutkreislauf an und fördern dadurch den Stoffwechsel und die Entschlackung des Körpers.
Das Wassertreten ist die wohl bekannteste Kneippsche Anwendung. Schon bei der einmaligen Anwendung härtet es den Körper ab und bringt den Stoffwechsel nachweislich in Schwung.
Voraussetzungen:
• gesund, insbesondere keine Nieren- und Blasenkrankheit vorhanden
Zeitpunkt:
• min. 1 Stunde nach den Mahlzeiten
• beste Zeit zwischen 16:00 und 17:00 Uhr
Quelle: Kneipp® zum Wohlfühlen – Kneipp Bund – aktiv und gesund





